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Ägypten

Posted by on 10. November 2012

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Zwischen Rotem Meer und Nil

In Ägypten waren wir schon 2 mal, insgesamt 3 Monate und wir meinen, wir haben jeden Stein gesehen. Also wollen wir diesmal so schnell wie möglich nach Aswan, dem Tor zum Sudan. Wir fahren die Rotmeerküste entlang nach Süden, machen einen Stop in Hurghada, daß seit 1988 offensichtlich größentechnisch explodiert ist und fahren dann noch nach Al Quesier. Wir wollten von hier nach Westen an den Nil, aber an den Tankstellen gibt es keinen Sprit. So müssen wir wieder nach Norden fahren, bis Safaga, wo wir endlich tanken können. Wir fragen die Leute, wo denn das Problem mit dem Sprit sei? Diese sind einigermassen sauer. Offenbar hat der neue Präsident Mursi die Versorgungslage nicht im Griff. An den Schaltstellen der Benzinversorgung sitzen noch Mubarak-Leute und diese scheinen hier einiges zu boykotieren. Für uns war das nicht wirklich ein Problem, denn mit unseren großen Tanks kommen wir 600 bis 700 Km weit. Als wir mehr darauf achteten, hatte nur ca. jede 5 Tankstelle Benzin und oft gab es ewig lange Warteschlangen. Das wirkliche erstaunliche aber ist, das der Liter Sprit nur ca. 22 Euro-Cent kostet.

Durch die arabische Wüste erreichen wir den Nil nördlich von Luxor. Die Verkehrslage ändert sich dramatisch. Nach den fast autofreien Wüstenstraßen, geht es nun drüber und drunter. Laster, Eselskarren, Autos, Moto-Rickschas und Fußgänger. Alle teilen sich die Straße. Jetzt müssen wir die Augen überall haben. Fahren wir zu langsam, fahren die Ägypter gnadenlos knapp auf, um einen dann beim überholen scharf zu schneiden. Schnell fahren geht auch nicht. Es findet sich immer einer, der einem die Vorfahrt nehmen will. Das ganze gleicht einem Geschicklichkeitspiel mit immer mindestens 5 Mitspielern bei denen man ahnen muß, was sie als nächstes tun werden. Wir erreichen somit leicht gestresst Luxor. Es ist knalleheiß. Mein Thermometer zeigt 40 Grad im Schatten. Jetzt ein kühles Zimmer, das wäre doch was.

Wir fahren ohne Guidebook durch Ägypten, sind also darauf angewiesen, dass sich auch so was findet. Im Stadtzentzum halten wir an einem Cafe an. Der Besitzer, Karim, ist mächtig stolz, dass wir genau bei ihm anhalten. Wir erklären, daß wir ein Hotel suchen und deuten auf das direkt über dem Cafe befindliche Hotel. “Passt doch prima” meinen wir, “was hat er nur?”. Karim meint, es ist geschlossen, mangels Touristen, aber wenn wir wollen, würden sie es für uns wieder öffnen. 10 Minuten später kommt der Hotelmanager mit 5 Mann im Gepäck und nimmt das “Grand Memphis Hotel” mit uns als einzigen Gästen wieder in Betrieb. Das saubere Zimmer, mit Blick auf dem Nil und AC! kostet schlappe 10 Euro und WLAN gibt auch noch obendrauf. Sensationell. Aber ob das jetzt wirklich wirtschaftlich für das Hotel war, da habe ich doch Zweifel.
Noch 200 Km bis Aswan. Am Nil entlang. Also wieder ab ins Verkehrschaos. Wir haben keine Wahl. Wir kommen zwar jetzt etwas besser in “Übung” was das ägyptische Fahrverhalten angeht aber es bleibt eine nervige Fahrt. Um den Streßfaktor zu erhöhnen, sind alle paar hundert Meter auch noch “Speedbreaker” in die Straße eingebaut. Mehr oder weniger hohe Huckel, die einen je nach Höhe oft in den ersten Gang zwingen. Nach ca. 6 Stunden sind auch diese 200 Km geschafft und wir sind endlich in Aswan.

Hier hat sich seit seit unserem letztem Besuch 88 einiges getan. Viel weniger Touristen als damals, dafür ist die Stadt stark gewachsen. Wir wissen, das es hier einen Overlandertreff auf einer Campsite gibt. Aber mehr und vor allem wo der ist, wissen wir auch nicht. Also erst mal wieder in ein Hotel mit Internet. Da werden wir auch fündig. “Adams Home” ist besagter Treffpunkt. Den steuern wir auch am nächsten Tag an. Er liegt auf der anderen Nilseite und ist ca. 15 Km von Aswan entfernt. Ein hübscher Ort. Am selben Tag trudeln zu unserem erstaunen noch 2 weitere Overlander-Trucks und ein Landcruiser mit Anhänger in Adams Home ein. Alle wollen in den Sudan. Das ist doch bestens. So können wir gemeinsam die nächste große Hürde, nämlich die Überfahrt über den Nasser Stausee nach Wadi Halfa im Sudan, in Angriff nehmen.

Tankstelle suedlich von Suez. Eimal volltanken, ca 12 Euro.

 

Wenn es keine Speedbreaker gab, sorgte schon der Strassenbelag dafuer, dass man nicht schnell fuhr

 

Ankunft an Adams Home

 

Unser Abendessen (Tütensuppe)

 

Tee mit Mohamed, dem guten Geist des Hauses

Nil vor Aswan

 

Nubian Village auf der westlichen Nilseite. Aswan liegt auf der östlichen Nilseite

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