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Äthiopien – Ab durch die Mitte

Posted by on 17. Dezember 2012

[vorheriger Artikel]

In Korem erreichen wir wieder die asphaltierte Hauptstraße. Nach Norden geht es nach Axum aber wir schlagen jetzt den Weg nach Süden ein. Korem liegt auf einem Hochplateau auf einer Höhe über 2000 Meter. Schon nach wenigen Kilometern erreichen wir einen Paß, der uns zurück auf eine tiefere Ebene führt.

Paß zwischen Korem und Weldiya

Wir fahren über schöne Serpentinen den Paß herunter. Hinter einer Kurve überraschen wir eine Gruppe von Kapuzineräffchen die auf der Straße herumtollen. Jetzt erreichen wir die Ebene. Zur Linken können wir die Danakil-Wüste erahnen. Das soll ein interessantes Gebiet sein. Sackheiß, liegt unterhalb des Meeresspiegels, ist Teil des ostafrikanisches Grabenbruchs, wird also irgendwann zum Meer werden und politisch instabil. Letztes Jahr wurden hier 5 Touristen erschossen.
Wir fahren wieder durch moslemisches Gebiet. Zu erkennen an den teilweise verschleierten Frauen und wahrscheinlich auch an den vielen Kamelen die es hier hat. Hinter einem Dorf hält Martina abrupt an. Einige Jugendliche prügeln auf einen Vogel ein. Martina schreit die Kerle an, daß sie damit aufhören sollen. Tatsächlich kommen die gleich mit dem Vogel an und wollen ihn Martina verkaufen. Ich stoße dazu. Ein wunderschönes Tier und wir vermuten, es ist ein Falke. Ich höre daß sie Geld wollen. Da baue ich mich breit auf und stutze die Kerle zusammen; was Ihnen einfallen würde auf einen freilebenden Vogel einzuschlagen und der muß sofort zum Tierarzt und sie wären dafür verantwortlich. Abrupte Stille, betroffene Gesichter und bereitwillig Auskunft wo es den nächsten Tierarzt gibt. Von Geld nichts mehr zu hören, da wäre ich aber auch explodiert.
Wir nehmen den Vogel im Tankrucksack mit, zwar kein Blut aber ein schwerer Schock. In Weldiya, dem nächsten größeren Ort versuchen wir einen Tierarzt zu finden, haben aber kein Glück. Wir nehmen uns ein Hotel und versuchen das Tier wieder hochzupäppeln. Leider ohne Erfolg. In der Nacht stirbt er.

Erstmal gerettet

 

Aber doch nicht geschafft

Mehr konnten wir nicht tun und setzen unsere Fahrt fort. Es sind immer noch über 500 km nach Addis. Die Straße ist kurvig und sehr anstrengend. Relativ viel Verkehr, viele Tiere auf der Straße und wir kommen kaum vorwärts. In einem staubigen Ort, kehren wir in das bis dato billigste Hotel ein. 3 Euro das Zimmer. Die Toilette im Hinterhof, ein Loch im Boden. Die Dusche, ein freistehender Wasserhahn im Innenhof. Das Bett, erstaunlich sauber und mit Moskitonetz. Dazu 2 frische Handtücher auf dem Bett. Was will man mehr.

Unser “3-Euro-Hotel”

Noch ein weiterer anstrengender Fahrtag nach Addis. Wieder viele Kurven. Martina fährt vor mir. Vor Ihr wiederum 2 Kleinbusse. Davor sehe ich, wie eine Gruppe von Affen über die Straße springt. Ob das wieder Kapuzineräffchen sind oder Paviane? Ein Schlag und das Vorderrad springt einen halben Meter in die Höhe. Das Schienenbein haut es an den Zylinder. Die Maschine trudelt schwer hin und her und ich kann sie gerade so abfangen.
Was zur Hölle war das? Ich drehe mich um. Hinter mir liegt ein fußballgroßer Stein. Den habe ich glatt übersehen. Kurze Schadenkontrolle. Gabel und Vorderrad sind ok aber mein Reifen hat an der Flanke einen Riß. Zum Glück ist er nicht platt. Mein Gott, man darf hier wirklich keine Sekunde nachlässig werden.
Wir laufen in Addis Abeba ein. Wahnsinnsverkehr aber zum Glück fahren die Äthiopier einigermaßen rücksichtsvoll. Nach einigem suchen finden wir eines der ultimativen Overlanderziele auf der Ostafrika-Route. Wims “Holland House” wo man uns herzlich empfängt. Wir treffen Gerd und Trui wieder, die wir schon von der Sudan-Fähre kennen und es sind auch einige andere Overlander da. Hier nisten wir uns für einige Tage ein, holen uns das Kenia-Visum und schließen eine Motorradversicherung für Ostafrika ab.

Ron (links) – löst alle Probleme und Wim sorgt dafür, daß an der Bar das Bier nie ausgeht

The Holland House in Addis Abeba

Da wir schon relativ viel Zeit im Norden von Äthiopien verbracht haben, wollen wir jetzt zügig nach Kenia. Martina sagt aber dann noch den Satz, der die weitere Reise maßgeblich beeinflussen sollte: “Komm, laß uns ins Omo-Valley fahren”. So soll es sein.

Weg zum Omo Valley

 

Zum Omo-Valley

2 Responses to Äthiopien – Ab durch die Mitte

  1. TEDDY und Stefan

    Hallo MARTINA

    wir wünschen DIR alles Gute und euch weiter hin eine gute Reise.

    Schöne Berichte und Bilder weiter so !!! Gruß aus dem schönen Odenald TEDDY und Stefan

  2. Laurens

    Hallo Ihr Zwei,
    ich bringe mich mal wieder auf den neuesten Stand. War etwas hinterher. Toll dass Ihr noch eine Schleife von Lalibela Richtung Norden gedreht habt. Hat sich offensichtlich gelohnt. Ich fand die Bergwelt im Norden auch mega schön und gut zu befahren.
    Lasst es Euch gutgehen…
    Laurens

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